Eine gute Paketkennzeichnung hilft, eine Sendung zuzuordnen und Hinweise zum Umgang mit ihrem Inhalt zu erkennen. Adressetiketten, Handhabungssymbole und Materialangaben haben unterschiedliche Aufgaben. Sie ergänzen einen geeigneten Verpackungsaufbau, können ihn jedoch nicht ersetzen.
Die wichtigsten Handhabungshinweise
| Symbol oder Hinweis | Bedeutung für die Handhabung |
|---|---|
| Zerbrechlich, häufig ein Glas | Empfindlicher Inhalt; besonders vorsichtig handhaben. |
| Zwei Pfeile nach oben | Die angegebene Orientierung beibehalten. |
| Regenschirm | Vor Feuchtigkeit schützen. |
| Stapelbegrenzung | Die angegebene Belastung beziehungsweise Anzahl nicht überschreiten. |
| Nicht rollen | Die Verpackung nicht durch Rollen bewegen. |
Wählen Sie verständliche Piktogramme und ergänzen Sie erforderlichenfalls einen kurzen deutschen Hinweis. Eine Kennzeichnung „Zerbrechlich“ bedeutet nicht, dass ein Paketdienst eine besondere manuelle Behandlung zugesagt hat. Polstern und fixieren Sie die Ware so, dass die normale Transportbelastung berücksichtigt ist.
Adressetiketten und Barcodes
Das Versandetikett enthält je nach Dienst unter anderem Empfänger, Absender, Sendungsnummer und maschinenlesbare Codes. Verwenden Sie die vom Versanddienst erzeugte Datei. Drucken Sie sie in der vorgesehenen Größe und platzieren Sie sie auf einer ebenen, gut sichtbaren Fläche. Falten, Kanten, Verschlussnähte und stark reflektierende Überklebungen erschweren das Scannen.
Bei wiederverwendeten Kartons müssen alte Versandetiketten und irreführende Hinweise entfernt oder vollständig unkenntlich gemacht werden. Stimmen Sie notwendige Orientierungshinweise auf die Verpackung ab, damit sie auch bei der Handhabung erkennbar bleiben.
Etikett oder Direktdruck?
Selbstklebende Etiketten bieten klare Konturen und lassen sich flexibel beschriften. Sie eignen sich auch für wechselnde Empfänger und Waren. Entscheidend ist, dass Klebstoff und Trägermaterial zur Oberfläche und zu den Transportbedingungen passen.
Ein Direktdruck auf Karton kann in wiederkehrenden Abläufen praktisch sein. Auf brauner oder rauer Wellpappe können Kontrast und Lesbarkeit anders ausfallen als auf einem weißen Etikett. Prüfen Sie besonders Barcodes im echten Packprozess. Ob Thermodruck, Tintenstrahldruck oder eine andere Technik wirtschaftlich ist, hängt von Gerät, Menge und Haltbarkeitsanforderung ab.
Materialzeichen sind keine Transportanweisung
Materialkennzeichnungen helfen, den Aufbau einer Verpackung zu erkennen. Sie sagen nicht automatisch, dass das örtliche Sammelsystem jedes Material annimmt. Auch ein Logo zur Beteiligung an einem Rücknahmesystem ist kein allgemeiner Nachweis dafür, dass ein Gegenstand vor Ort recycelt werden kann. Eine Aussage über Kompostierbarkeit wiederum muss mit den örtlichen Entsorgungsregeln abgeglichen werden.
Spezialkennzeichnungen getrennt behandeln
Gefahrgut, temperaturempfindliche Waren und besondere Transportprozesse benötigen gegebenenfalls zusätzliche Vorgaben. Allgemeine Hinweiskleber ersetzen die dafür erforderliche Klassifizierung und Kennzeichnung nicht. Das polnische Original enthält dazu teilweise ältere oder anders eingeordnete Symbolbeispiele; diese werden hier nicht als Versandvorschrift für Deutschland übernommen.
Temperatur- oder Stoßindikatoren können Informationen über ein Ereignis liefern, wenn sie passend gewählt und richtig angebracht sind. Legen Sie zuvor fest, wie Empfänger und Versandpartner die Anzeige beurteilen sollen. Für gewöhnliche Pakete genügt meist eine gut lesbare Versandkennzeichnung zusammen mit einem sorgfältig gepackten, richtig verschlossenen Karton.

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