Stretchfolie legt sich dehnbar um verpackte Waren und hält durch ihre Haftung an den eigenen Lagen zusammen. Bei einem Paket und einer beladenen Palette unterscheiden sich jedoch die Anforderungen. Eine passende Folie und ein kontrollierter Wickelablauf helfen, die Verpackung sinnvoll zu ergänzen und unnötigen Materialverbrauch zu vermeiden.
Vor dem Wickeln Verpackung und Folie prüfen
Ein Karton muss bereits geschlossen und innen passend gepolstert sein, bevor Sie ihn mit Stretchfolie umwickeln. Die Folie ersetzt weder einen tragfähigen Versandkarton noch das Verschließen seiner Klappen. Stellen Sie sicher, dass keine scharfen Kanten nach außen ragen. Prüfen Sie außerdem, ob der gewählte Transportdienstleister eine Folienumwicklung für diese Sendungsart akzeptiert.
Wählen Sie Handstretchfolie für die manuelle Verarbeitung und Maschinenfolie nur für ein dazu geeignetes Wickelsystem. Beachten Sie die Angaben zu Rollenbreite, Materialstärke und Dehnung. Verpackungsstretchfolie ist nicht automatisch für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln vorgesehen; für diesen Zweck benötigen Sie eine ausdrücklich dafür geeignete Folie.
Einzelne Pakete gleichmäßig umwickeln
Arbeiten Sie auf einer freien, stabilen Fläche. Legen Sie den Folienanfang am Karton an und führen Sie die Rolle gleichmäßig um die Verpackung. Überlappen Sie die Lagen, damit offene Bereiche möglichst vermieden werden. Ziehen Sie dabei nur so stark, dass der Karton seine Form behält. Eingedrückte Seiten oder verformte Ecken zeigen, dass der Druck für diese Verpackung zu groß ist.
Schneiden Sie die Folie mit einem geeigneten Schneidwerkzeug ab und drücken Sie das Ende an eine vorhandene Lage. Halten Sie das Werkzeug vom Inhalt und von der anderen Hand fern. Bringen Sie das Versandetikett an einer glatten, gut lesbaren Stelle an; Falten und verdeckte Barcodes erschweren die Verarbeitung.
Bei Paletten zuerst die Ladeeinheit vorbereiten
Kontrollieren Sie den Zustand der Palette und stellen Sie die Packstücke stabil auf. Überstände, beschädigte Kartons und stark unterschiedliche Höhen sollten vor dem Wickeln behoben werden. Der konkrete Wickelplan richtet sich nach Gewicht, Form, Stapelbarkeit und Transportbeanspruchung. Für wiederkehrende Warenkombinationen lohnt sich eine dokumentierte Arbeitsanweisung statt einer frei gewählten Anzahl von Folienlagen.
Verbinden Sie die unteren Packstücke nach dem vorgesehenen Verfahren mit der Palette und wickeln Sie anschließend die weiteren Bereiche mit überlappenden Bahnen. Achten Sie auf Ecken und auf die Oberkante der Ladung. Kontrollieren Sie nach dem Wickeln, ob die Folie beschädigt ist und ob die Packstücke weiterhin stabil stehen.
Wickelergebnis und Materialbedarf beurteilen
Mehr Folie bedeutet nicht automatisch eine passende Sicherung. Entscheidend ist, wie gut Folientyp, Wickelspannung und Ladung zusammenpassen. Stretchfolie ersetzt außerdem keine erforderliche Ladungssicherung im Fahrzeug. Lassen Sie die Verpackung bei neuen oder anspruchsvollen Ladeeinheiten fachlich beurteilen. Halten Sie Folienreste getrennt von Arbeitswegen und verwenden Sie für die Entsorgung den örtlich vorgesehenen Sammelweg.
Redaktionell bearbeitet nach NEOPAK: Pakete und Paletten mit Stretchfolie umwickeln.

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