Beim Umreifen wird eine vorbereitete Ladeeinheit mit passenden Bändern zusammengehalten. Ein brauchbarer Aufbau besteht jedoch aus mehr als dem Band allein: Packstücke, Palette, Kantenschutz, Verschlüsse und Werkzeug müssen aufeinander abgestimmt sein. Planen Sie das Verfahren anhand der konkreten Ware und der vorgesehenen Transportbeanspruchung.
Die Ladeeinheit vor dem Umreifen kontrollieren
Prüfen Sie zunächst die Palette und die darauf stehenden Packstücke. Beschädigte Kartons, offene Verpackungen und instabile Stapel lassen sich nicht durch beliebig straff gezogene Bänder ausgleichen. Ordnen Sie die Ware so an, dass die Ladeeinheit formstabil vorbereitet ist. Berücksichtigen Sie dabei die zulässige Belastung der Verpackungen und die Angaben zur Stapelbarkeit des Inhalts.
Legen Sie fest, an welchen Stellen die Bänder verlaufen sollen. Diese Positionen müssen zum Aufbau der Palette und zu den Packstücken passen. Bei neuen oder anspruchsvollen Ladungen sollte eine fachliche Beurteilung die Grundlage bilden. Eine allgemeine Zahl von Bändern oder eine universelle Spannkraft lässt sich aus dem Materialnamen nicht ableiten.
PP- oder PET-Band nach den Produktdaten auswählen
PP und PET sind verbreitete Materialien für Umreifungsbänder. Sie werden in verschiedenen Breiten, Stärken und Ausführungen angeboten. Vergleichen Sie die technischen Angaben des konkreten Bandes mit den Anforderungen Ihrer Anwendung. Die passende Wahl hängt beispielsweise von Form und Gewicht der Ladeeinheit sowie vom verwendeten Spann- und Verschlusssystem ab.
Prüfen Sie auch die Freigabe des Werkzeugs für Material und Bandbreite. Ein Spanngerät oder eine Verschlusshülse, die zu einer bestimmten Ausführung passt, ist nicht automatisch für jede andere geeignet. Verwenden Sie die vom Systemhersteller vorgesehenen Kombinationen und berücksichtigen Sie dessen Bedienhinweise. Die Farbe des Bandes ersetzt keine belastbare technische Spezifikation.
Kantenschutz und Verschlüsse passend einsetzen
Kantenschutzelemente können die Kontaktstellen zwischen Band und Verpackung ergänzen. Sie müssen so platziert sein, dass sie beim Spannen nicht verrutschen und zu den Abmessungen der Ladeeinheit passen. Prüfen Sie insbesondere empfindliche Kartonkanten und Produktoberflächen. Eine zu hohe Spannung kann die Verpackung beschädigen, auch wenn das Band selbst intakt bleibt.
Führen, spannen und verschließen Sie das Band entsprechend dem vorgesehenen Verfahren. Halten Sie Hände und Körper aus möglichen Rückschlagbereichen fern und beachten Sie die Schutzmaßnahmen der Werkzeuganleitung. Beurteilen Sie anschließend den Verschluss, den Sitz des Kantenschutzes und sichtbare Beschädigungen. Ersetzen Sie fehlerhafte Verbindungen, statt sich auf deren äußeren Eindruck zu verlassen.
Verpackung und Transport gemeinsam prüfen
Dokumentieren Sie für wiederkehrende Ladeeinheiten eine passende Arbeitsweise mit den verwendeten Materialien und Kontrollen. Umreifung ist Teil der Verpackung; sie ersetzt keine gegebenenfalls erforderliche Ladungssicherung im Fahrzeug. Abstimmung mit den verantwortlichen Fachpersonen und praktische Verpackungsprüfungen helfen, neue Warenkombinationen zu beurteilen. Abgeschnittene Bandstücke sollten sofort aus Laufwegen entfernt und nach den örtlichen Vorgaben gesammelt werden.
Redaktionell bearbeitet nach NEOPAK: Paletten umreifen.

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