Manche Produkte verändern sich durch Licht oder müssen nach Herstellerangaben lichtgeschützt gelagert werden. Die Verpackung sollte dann nicht nur Stöße abfangen, sondern auch die erforderliche Lichtbarriere bieten. Eine dunkle Farbe allein ist dafür kein ausreichender Nachweis.
Die Anforderung zuerst klären
Prüfen Sie, ob es um sichtbares Licht, UV-Strahlung oder eine konkrete Lagerbedingung geht. Fotos, Drucke, kosmetische Produkte und andere Waren besitzen unterschiedliche Anforderungen. Übernehmen Sie die Vorgaben des Produktherstellers und unterscheiden Sie zwischen kurzer Transportdauer und langfristiger Aufbewahrung.
Bei Lebensmitteln, Arzneimitteln oder anderen besonders geregelten Produkten muss die Verpackung zusätzlich zu den jeweiligen Anforderungen passen. Ein allgemeiner Verpackungsratgeber ersetzt keine produktspezifische Freigabe.
Blickdichte Verpackungen
Geschlossene Kartons und blickdichte Papierhüllen können direkten Lichteinfall reduzieren. Wichtig sind lückenlose Abdeckung, passende Verschlüsse und ausreichend überlappende Bereiche. Sichtfenster, Öffnungen und sehr dünne Hüllen können Licht durchlassen. Eine dekorative Box mit Fenster erfüllt deshalb eine andere Aufgabe als eine vollständig geschlossene Schutzverpackung.
Gefärbte Folie kann weniger Licht durchlassen als transparente Folie. Ob sie jedoch eine bestimmte UV-Barriere erreicht, muss aus den Daten hervorgehen. Auch metallisierte Spezialhüllen besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Wählen Sie sie nach belegter Eignung für die Ware.
Fotos und empfindliche Oberflächen
Für Bilder und Fotografien ist neben der Lichtabschirmung die Materialverträglichkeit wichtig. Geeignete Hüllen trennen die Oberfläche von anderen Gegenständen; stabile Mappen oder Kartons bieten Knickschutz. Klebstoff sollte nicht direkt auf ein wertvolles Bild gelangen. Für längere Archivierung kommen dafür vorgesehene Materialien infrage.
Schutzfunktionen kombinieren
- Lichtbarriere: geeignete geschlossene beziehungsweise blickdichte Hülle.
- Stoßschutz: passende Polster und Fixierung.
- Knickschutz: stabile Fläche oder Mappe für flache Gegenstände.
- Feuchteschutz: ein gesondert geeigneter Aufbau, wenn erforderlich.
- Temperaturführung: eine dafür ausgelegte Lösung, falls das Produkt sie verlangt.
Luftpolsterfolie ist zwar ein Polstermaterial, aber gewöhnlich durchsichtig. Sie kann deshalb eine erforderliche Lichtbarriere nicht allein ersetzen. Ein schwarzer Außenbeutel schützt wiederum nicht automatisch vor Stößen oder Temperaturänderungen.
Den fertigen Aufbau prüfen
Verpacken Sie ein Muster und kontrollieren Sie Nähte, Klappen und Sichtflächen. Achten Sie darauf, dass die innere Schutzschicht beim Öffnen nicht sofort beschädigt wird. Bewahren Sie lichtempfindliche Waren auch vor dem Versand und nach dem Empfang nach Herstellerangaben auf. Eine passende Verpackung ist nur ein Teil der gesamten Lager- und Transportkette.

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