Beim Vakuumieren wird Luft aus einer dafür geeigneten Verpackung entfernt und die Verpackung anschließend geschlossen. Das Verfahren kann beim Portionieren und beim übersichtlichen Lagern helfen. Für ein brauchbares Ergebnis müssen Lebensmittel, Beutel oder Behälter und Gerät zusammenpassen. Eine luftarme Verpackung ist dabei keine automatische Zusage für eine bestimmte Haltbarkeit.
Gerät und Verpackung als zusammengehöriges System wählen
Prüfen Sie vor dem Einkauf der Beutel, welchen Typ Ihr Vakuumiergerät verarbeiten kann. Manche Geräte benötigen eine strukturierte Folie, andere sind für glatte Beutel ausgelegt. Auch die zulässige Beutelbreite und der benötigte Platz an der Schweißkante sind wichtig. Beachten Sie die konkrete Geräteanleitung statt einer allgemeinen Empfehlung für beliebige Folien.
Für den direkten Lebensmittelkontakt müssen die Beutel ausdrücklich geeignet sein. Wenn Sie die Portion später einfrieren oder in der Verpackung erwärmen möchten, prüfen Sie auch diese Anwendung anhand der Produktangaben. Ein Beutel, der sich verschweißen lässt, ist dadurch noch nicht für jeden späteren Verarbeitungsschritt freigegeben. Für Vakuumbehälter benötigen Sie ebenfalls das passende Ventil- und Gerätesystem.
Portionen vorbereiten und sauber verpacken
Teilen Sie den Inhalt so auf, dass die spätere Verwendung übersichtlich bleibt. Füllen Sie einen Beutel nur entsprechend den Vorgaben des Systems und halten Sie genügend Rand für den Verschluss frei. Der Schweißbereich sollte weder verknittert noch durch Lebensmittelreste verunreinigt sein. Bei Flüssigkeiten oder feuchten Lebensmitteln sind die besonderen Hinweise des Geräteherstellers zu beachten.
Platzieren Sie den Beutel wie vorgesehen in der Absaug- und Schweißzone. Wählen Sie den passenden Arbeitsablauf für den Inhalt und prüfen Sie anschließend, ob die Naht durchgehend geschlossen ist. Empfindliche Lebensmittel können durch starken Unterdruck verformt werden; prüfen Sie dafür freigegebene Funktionen oder ein geeignetes Behältersystem. Ein sichtbar beschädigter Beutel sollte nicht für die weitere Lagerung verwendet werden.
Inhalt und Verpackungsdatum lesbar kennzeichnen
Beschriften Sie die fertige Portion mit ihrem Inhalt und dem Verpackungsdatum. Das Datum hilft bei der Zuordnung, bestimmt aber nicht allein, wie lange das Lebensmittel aufbewahrt werden darf. Bewahren Sie relevante Lager- und Verbrauchshinweise des Ausgangsprodukts auf. Für ähnliche Portionen erleichtert ein einheitliches Beschriftungsverfahren die Übersicht.
Prüfen Sie, ob Ihre Verpackungsform tatsächlich zum Bedarf passt. Ein geeigneter wiederverwendbarer Behälter, ein ausdrücklich passender Gefrierbeutel oder eine Abdeckung können für manche Anwendungen ausreichen. Eine gewöhnliche verschlossene Tüte erzeugt jedoch kein Vakuum und ist nicht automatisch mit einem Vakuumbeutel gleichzusetzen.
Kühlung und Hygiene bleiben erforderlich
Vakuumieren macht Lebensmittel nicht keimfrei und ersetzt weder hygienische Verarbeitung noch erforderliche Kühlung. Das BfR erläutert den sicheren Umgang mit kühlpflichtigen Lebensmitteln. Beachten Sie deren jeweilige Lagerhinweise. Bei ungekühlter Lagerung unter Luftabschluss können bestimmte Keime wachsen; dazu informiert das BfR zum Botulismusrisiko. Eine feste Lagerdauer für alle vakuumierten Speisen lässt sich daraus nicht ableiten.
Redaktionell bearbeitet nach NEOPAK: Lebensmittel vakuumverpacken.

Kommentare
Noch keine Kommentare. Teilen Sie Ihre Erfahrungen zu diesem Thema.