Ein selbst gefalteter Umschlag kann eine Karte oder eine persönliche Nachricht passend ergänzen. Sie bestimmen Papier, Größe und Gestaltung selbst. Für die Übergabe von Hand muss er vor allem gut schließen und den Inhalt aufnehmen. Wenn Sie ihn postalisch versenden möchten, prüfen Sie zusätzlich die aktuellen Vorgaben des Versanddienstes zu Format, Verschluss und einer gut lesbaren Adressfläche.
Die Karte als Ausgangspunkt für die Größe nutzen
Legen Sie die Karte auf einen ausreichend großen Papierbogen und planen Sie rundherum Platz für die Faltungen. Der Umschlag soll die Karte später locker aufnehmen. Ein zu knapp bemessener Zuschnitt spannt an den Kanten und kann beim Einlegen einreißen. Für einen ersten Versuch ist einfaches Restpapier sinnvoll, bevor Sie einen dekorativen Bogen zuschneiden.
Wählen Sie Papier, das sich sauber falten lässt und zur Dicke der Karte passt. Sehr dünne Bögen zeigen den Inhalt möglicherweise durch, während sehr festes Papier an engen Falten schwer zu schließen ist. Wenn eine glatte Außenseite gewünscht ist, legen Sie diese beim Falten entsprechend nach unten. Vermeiden Sie beschädigte Stellen an den späteren Verschlusslaschen.
Seitliche Laschen und Boden miteinander verbinden
Falten Sie die linke und rechte Seite nach innen, sodass zwischen den Faltlinien genügend Platz für die Karte bleibt. Legen Sie anschließend die untere Lasche nach oben. Sie soll die Seitenlaschen teilweise überdecken, damit eine geschlossene Tasche entsteht. Markieren Sie die Faltungen sorgfältig und kontrollieren Sie, ob die Ecken rechtwinklig beziehungsweise bei einer diagonalen Form symmetrisch liegen.
Verbinden Sie die Bodenlasche nur mit den seitlichen Laschen. Kleben Sie nicht versehentlich die gesamte Innenseite zusammen. Ein zum Papier geeigneter Klebstoff sollte vollständig trocknen, bevor die Karte hineingeschoben wird. Auch schmale Klebestreifen sind möglich, wenn sie keine offenen, haftenden Stellen im Inneren hinterlassen. Prüfen Sie die Nähte mit einer unempfindlichen Testkarte.
Verschluss und Versandtauglichkeit getrennt prüfen
Falten Sie zuletzt die obere Lasche über die Öffnung. Für eine persönliche Übergabe kann eine kleine Papierbanderole oder ein leicht lösbarer Klebepunkt genügen. Beim Postversand darf sich der Umschlag während der Bearbeitung nicht öffnen. Dekorationen, dicke Schleifen und herausragende Teile können zudem die Bearbeitung erschweren und sollten bei einem Versand gesondert beurteilt werden.
Ein selbst gefalteter Umschlag ist vor allem eine individuelle Hülle für Papierinhalte. Er schützt keine zerbrechlichen Kleinteile und ersetzt keine gepolsterte Versandtasche. Lassen Sie bei Bedarf eine freie, ebene Fläche für die Adresse und prüfen Sie das fertige Außenmaß einschließlich der Faltungen. Für wichtige Dokumente oder standardisierte Sendungen ist häufig ein passender fertiger Umschlag praktischer.

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