Beim Auspacken einer Bestellung ist die Außenbox schnell geöffnet. Danach bleiben häufig mehrere Materialien übrig. Ein kurzer, geordneter Ablauf hilft, verwendbare Verpackungen aufzubewahren und den Rest dem passenden Sammelsystem zuzuführen.
Inhalt und Verpackung voneinander trennen
Nehmen Sie zuerst die Ware und alle zugehörigen Unterlagen heraus. Entnehmen Sie anschließend Polster, Einlagen und Beutel. So können kleine Zubehörteile nicht versehentlich mit dem Verpackungsmaterial verschwinden. Prüfen Sie außerdem, ob die Verpackung für eine mögliche Rücksendung benötigt wird.
Drei Materialgruppen bilden
- Papier und Pappe: saubere Außenkartons, Papierfüllstoffe und geeignete Papierhüllen.
- Kunststoff und Verbunde: Folien, Luftpolster, Folientaschen und nicht einfach trennbare Mehrschichtverpackungen.
- Sonderfälle: stark verschmutzte Materialien oder Verpackungen mit problematischen Rückständen.
Trennen Sie leicht lösbare Einlagen von der Außenhülle. Ein Luftpolsterumschlag muss nach seinem tatsächlichen Aufbau beurteilt werden; eine papierähnliche Oberfläche macht nicht die ganze Verpackung zu Altpapier.
Die deutschen Sammelregeln beachten
Saubere Papier- und Pappverpackungen gehören grundsätzlich in die Altpapiersammlung. Restentleerte Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen werden normalerweise über Gelbe Tonne oder Gelben Sack gesammelt. Regionale Wertstofftonnen und besondere Materialien können abweichende Regeln haben. Orientierung bietet das Umweltbundesamt zur Mülltrennung; im Einzelfall hilft das örtliche Abfall-ABC.
Stark fettige oder mit Speiseresten verschmutzte Pappe gehört nicht in den sauberen Papierstrom. Für chemisch verunreinigte Folien gilt ebenfalls keine pauschale Regel für normale Versandverpackungen. Klären Sie solche Fälle mit dem Entsorger.
Wiederverwendbares Material prüfen
Ein trockener, unbeschädigter Karton kann erneut verwendet werden, wenn Größe und Stabilität für den nächsten Inhalt ausreichen. Entfernen Sie alte Versanddaten. Intakte Luftpolsterfolie und sauberes Polsterpapier können ebenfalls nützlich sein. Verpacken Sie eine empfindliche Ware jedoch nicht in geschwächter Pappe, nur um einen Karton weiterzuverwenden.
Falten Sie geeignete Boxen flach und lagern Sie Füllmaterial geordnet. Halten Sie nur Mengen vor, die Sie voraussichtlich brauchen. Ein übersichtlicher Vorrat wird tatsächlich genutzt; ein wachsender Haufen beschädigter Verpackungen meist nicht.
Schon beim eigenen Versand Abfall reduzieren
Wählen Sie eine passende Kartongröße und verwenden Sie so viel Schutzmaterial wie nötig. Beschreiben Sie nach Möglichkeit die enthaltenen Verpackungsmaterialien verständlich, damit Empfänger sie trennen können. Der Schutz der Ware bleibt entscheidend: Eine zu knappe Polsterung kann durch Transportschäden und Ersatzlieferungen zusätzlichen Aufwand verursachen.

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